Skelettszintigraphie

Die Skelettszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung des Knochensystems. Mit der Skelett-szintigraphie können Veränderungen des Knochen-stoffwechsels dargestellt werden, die beispielsweise bei Gelenkverschleiß (Arthrose), Entzündungen oder bei Tumorerkrankungen auftreten können.
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Weitere Bezeichnungen: Knochenszintigraphie, Mehrphasenskelettszintigraphie

Verwendetes Kontastmittel: Methylendiphosphonat (MDP) und Hydroxymethylendiphosphonat (HMPD)


Was ist eine Skelettszintigraphie (Knochenszintigraphie)?

Durch die Knochenszintigraphie können Veränderungen des lokalen oder gesamten Knochenstoffwechsels des menschlichen Körpers sichtbar gemacht werden, insbesondere wenn dieser krankheitsbedingt erhöht bzw. gesteigert ist.

 

Wann ist diese Untersuchung erforderlich (Indikation)?

Bei unklaren Knochen- und Gelenkschmerzen gibt diese Untersuchung Auskunft über einen krankhaft veränderten Knochenstoffwechsel.

Die Knochenszintigraphie wird in unserer Praxis insbesondere in der Voruntersuchung zur Radiosynoviorthese (RSO) eingesetzt  bei der Abklärung von entzündlichem Gelenkverschleiß (aktivierte Arthrose) oder rheumatisch veränderten Gelenken (Arthritis). Sie dient auch der Untersuchung von entzündlichen Veränderungen des Knochens (Osteomyelitis), zur Erkennung von Tumoren und Tumorabsiedlungen (Knochenmetastasen) und Knochenbrüchen (Frakturen), als auch zur Untersuchung von Lockerungen von Gelenkprothesen (z.B. Hüft- oder Knieprothesen).

 

Wie läuft die Untersuchung ab?

Zu Beginn der Skelettszintigraphie wird eine schwach radioaktive Substanz in eine Vene am Arm gespritzt (Injektion). Anschließend  wird deren Verteilung von außen zu unterschiedlichen Zeitpunkten durch eine sogenannte Gammakamera gemessen. Das Maß der Anreicherung der radioaktiven Substanz hängt ab von der regionalen Durchblutung des umgebenden Weichteilgewebes und der Stoff-wechselaktivität des Knochens. Die Gesamtdauer der Untersuchung kann zwischen 3 und 5 Stunden liegen, wobei es zwischendurch eine längere Pause zur freien Verfügung gibt.

 

Die Untersuchung läuft in der Regel in 3 Phasen ab (Mehrphasenszintigraphie):

 

1. Perfusionsphase: Mit dem Beginn der Injektion Anfertigung von Regionalaufnahmen der Knochen und Gelenke über 1 Minute (gibt die arterielle Durchblutung des betroffenen Skelettareals wider).

 

2. Weichteilphase: 5-10 Minuten nach der Injektion Anfertigung von weiteren Regionalaufnahmen der Knochen und Gelenke über einen Zeitraum etwa 10-20 Minuten (gibt die venöse Durchblutung der betroffenen Skelettareale wider).

 

3. Knochenphase (Skelettszintigraphie): 2-3 Stunden nach Injektion Anfertigung von Regionalaufnahmen und Aufnahmen des gesamten Knochensystems über einen Zeitraum von etwa 30-60 Minuten, in Einzelfällen auch ein wenig  länger ( gibt den Knochenstoffwechsel des Skeletts wider). Zusätzlich können in der sogenannten SPECT Technik durch Rotation der Kameraköpfe um den Körper tomographische Aufnahmen erstellt werde.

 

 

Ist eine spezielle Vorbereitung erforderlich?

Eine spezielle Vorbereitung ist in der Regel nicht erforderlich, doch sollten Sie bitte 1 Flasche Mineralwasser oder ähnliches (ca. 1 Liter) mitbringen, da Sie in der Untersuchungspause verstärkt Flüssigkeit zu sich nehmen sollten. Nüchtern müssen Sie nicht sein und können auch Ihre Medikamente wie gewohnt einnehmen. Bitte bringen Sie alle verfügbaren Krankenunterlagen und insbesondere Röntgenbilder und MR (Kernspin)-/ Ct (Computertomografie)-Bilder mit.

 

Gibt es Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen oder Allergien treten nicht oder äusserst selten auf.


Wann darf die Untersuchung nicht durchgeführt werden (Kontraindikationen)?

Eine relative Kontraindikation stellt lediglich eine Schwangerschaft oder Stillzeit dar.


Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

Die Strahlenexposition ist nur gering und entspricht etwa der einer normalen Röntgenuntersuchung.

 

Wer bezahlt die Untersuchung?

Die Skelettszintigraphie ist eine Regelleistung von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen.