Ablauf der Untersuchung:
Während der Untersuchung liegen Sie auf einer Liege, welche in eine 60 cm große Öffnung des röhrenförmigen Magneten hineinbewegt. Während der Untersuchung sollten Sie ruhig und entspannt liegen. Sie hören trotz eines Gehörschutzes Klopfgeräusche, die von elektromagnetischen Schaltungen verursacht werden und völlig normal sind. Über ein Mikrophon haben Sie während der gesamten Untersuchung Kontakt zum Personal.
Bei Platzangst ist es möglich Ihnen zur Untersuchung ein BeruhigungsmitteI zu spritzen, sofern Sie eine Begleitperson zur Untersuchung mitbringen. Sie sind im Anschluss an die Untersuchung nicht verkehrsfähig.
Je nach Untersuchung und Fragestellung ist es bei manchen Untersuchungen notwendig Kontrastmittel zu verabreichen, um z.B. Entzündungen oder Tumoren ausschließen bzw. nachweisen zu können.
MRT bei Implantaten und Sensoren
Wir weisen darauf hin, dass wir keine MRT-Untersuchung bei Patientinnen und Patienten durchführen können mit:
- Cochleaimplantat
- Herzschrittmacher
- Magnetischen Zahnprothesen (es sei denn sie können abgenommen werden)
- Medikamentenpumpen oder Blutzuckersensoren, es sei denn diese können abgenommen werden
- Neurostimulatoren
Für geplante MRT-Untersuchungen bei mechanischer Herzklappe bzw. Implantaten am oder im Ohr (z.B. Gehörknöchelchenersatz, etc.) muss ein Implantatausweis zur Untersuchung vorgelegt werden, aus dem hervorgeht, dass eine MRT-Untersuchung ohne Bedenken möglich ist.
Piercings/Tätowierungen im MRT
Sämtliche Piercings müssen prinzipiell vor einer MRT-Untersuchung abgelegt werden, da es aufgrund der Magnetfelder zu einer Erwärmung und Schmerzen im Bereich des Piercings kommen kann. Sind mehrere Piercings vorhanden, ist es sogar möglich, dass es zu einer Enstehung elektrischer Ströme kommt, welche zu Verbrennungen führen können.
Da die bei Tätowierungen verwendeten Farben zum Teil paramagnetische Stoffe enthalten, kann es im Rahmen einer MRT-Untersuchung durch das Magnetfeld und die eingestrahlte Energie zur Erwärmung und im Einzelfall sogar zu Verbrennungen im Bereich der Tätowierung kommen. Die Gefahr besteht auch noch, wenn die Tätowierung wieder entfernt wurde.
Neben dieser Tatsache ist es in einzelnen Fällen beschrieben worden, dass eine frisch gestochene Tätowierung durch eine MRT "verlaufen" ist. Daher empfehlen wir bei einer frischen Tätowierung sechs Wochen bis zu einer MRT-Untersuchung zu warten. Gleiches gilt auch für Permanent-Makeup.
MRT der Prostata:
Mit etwa 50.000 neu diagnostizierten Prostatakarzinomen in Deutschland ist das Prostatakarzinom die häufigste bösartige Tumorerkrankung beim Mann. Das Vorliegen eines Prostatakarzinoms ist insbesondere bei Männern mit einem Alter von über 80 Jahren sehr hoch.
In Ergänzung zur urologischen Früherkennung mittels digitaler rektaler Untersuchung, transrectalem Ultraschall und Bestimmung des PSA-Wertes ist die MRT der Prostata in folgenden Fällen indiziert:
Prätherapeutische Stadieneinteilung und hierbei insbesondere zur Detektion eines die Prostatakapsel überschreitenden Tumors bei histologisch gesichertem Prostatakarzinom.
Zur Detektion einer „Zielläsion“ bei erhöhtem PSA-Wert vor geplanter Biopsie.
Zur Detektion eines Prostatakarzinom im Falle eines erhöhten PSA-Wertes bei vormals negativer ultraschallgesteuerter Stanzbiopsie (MRT frühestens 4 Wochen nach erfolgter Biopsie).